28 Okt 2007

Beautiful

oder: Wie ich in der Hauptstadt des Jemen Weihrauch, Kat-Kauer und Lehmhäuser sah

Asalam und damit ein Gruss aus dem Jemen. Ich bin hier mit einer Gruppe Journalisten unterwegs und geniesse sichtlich die Sonne. Das Gesicht ist bereits verbrannt und der Akku das erste mal leer. Dabei haben wir heute in unserem Journaille-Grüppchen mal grade die Altstadt von Sana’a abgelaufen, und noch lange nicht die ganze Stadt gesehen. Unser Führer heisst Abdul Malik Shami und kennt sich in den verwinkelten Gassen bestens aus. Allein hätte ich mich hier total verlaufen.

Mehr Fotos von Sanaa

Vom ersten Eindruck her kann ich’s nur mit Syrien vergleichen. Was die Freundlichkeit der Menschen angeht exakt dasselbe. “Welcome” ist das meiste gehörte Wort, auf den folgenden Plaetzen “Wo kommst du her?” und “Foto” und natuerlich moegen sie Deutschland und die Deutschen. Warum auch nicht, die haufigsten Tourigruppen hier. Allein auf dem Flug hierher sassen 3 verschiedene Reisegruppen. Biblische Reisen im biblischen Alter ;)

Sana’a ist Weltkulturerbe – die gesamte Altstadt. Ich weiss jetzt auch warum. Es ist unglaublich schoen! Die Haeuser sehen sich alle recht aehnlich, aber irgendwie auch nicht. Ueber jedem Fenster (und die sind wirklich Kleinformat) ist ein Zierbogen gemauert, mit Glaseinsaetzen und Schnickschnack. Erstaunlich finde ich, dass wirklich jedes Haus, egal wie hoch, nur einer Familie gehoert. Gut, da wohnen dann eben auch alle Generationen…

Abdul hat uns ueber den Suq gefuehrt, der quasi die ganze Stadt einnimmt. Stoffe, Dolche, Blech, und Qat. Das ist Gruenzeug, das sich ab Mittag hier alle in die Backen stopfen und das angeblich wie ein Energiedrink wirkt. Auf jeden Fall haben die keine Probleme ihre Geschaefte von morgens um 7 bis nachts um 11 durchgehend zu oeffnen. Jemenitsche Frauen sind zum Grossteil verschleiert, teilweise sogar ohne Augenschlitz. Stehen aber in ihren schwarzen Fraecken zu Hauf vor den bunten Stoffbuden. Sehr interessantes Bild. Aber Zuhause duerfen sie ja. Wir versuchen um die Wette eine Dame ungesehen aufs Foto zu bekommen. Die wollen das ja nicht so.

Morgen geht es weiter per Inlandsflug nach Sayun, auf eine angenehmere Hoehe fuer meine Nase. Die zeigt schon wieder Cusco’sche Anzeichen von Austrocknung. Muss mal weiter. Gibt gleich Dinner, in unserem 5-Sterne-Hotel :) )

bis demnaechst!
Masalam Claudi :) )

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3 Kommentare

  • claudirtw sagt:

    Schwarz geht angeblich immer… aber die Damen hier flattern ja auch alle in schwarz rum… was soll ich sagen? die auflage war langaermlig, leicht und sackig. Mehr gab mein Kleiderschrank da nicht her :| Is irre warm, ja!

  • Nadine sagt:

    Warum rennst Du denn in schwarz rum? Ich dachte, es sei heiß dort!

    Ansonsten kann ich mich Carsti nur anschließen: Bin auch neidisch und will hier weg.

    Liebe Grüße
    Näd

  • Lizard sagt:

    Jetzt werde ich ja fast neidisch! Zwar fallen mir auf Anhieb einige fiese kommentare ein, weshalb sie auf die Deutschen stehen, so historisch, aber dennoch… arschgeile bildchen.

    hier isses ja eher trüb.

    winkewinke – genieß es
    carsti

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