2010
2010
Vor dem Luftfahrtmuseum steht u.a. eine Pershing mit Ganzkörperkondom – Kunst nennt man das. Anders, aber auch künstlerisch ist das Werk der Familie Bodøgaard aus Bodø. Vater, Tochter und Sohn versuchen sich in allerlei Kunstform: Ölmalerei, Textildruck, Skulpturen. Und zusammen haben sie im Keller des Anwesens ein kleines Privatmuseum aufgebaut, das aber mehr den Eindruck eines Messi-Nestes erweckt. Der junge Herr B. sammelt hier alles, was man sammeln kann: Ikonen, Radios, Hobel, Socken, Nähmaschinen, Fernseher, Skier, ausgestopfte Tiere, Trachten, Blechdosen, Glühbirnen, Bojen… Nippes und Wertvolles. 
2010
Ich habe Puffins fotografiert! Gesehen hab ich die zwar schon mal, aber so weit weg, dass ich nur den komischen Flatterflug und behäbiges kurz über der Wasseroberfläche lang schrubben belächeln konnte. Heute jedoch saßen sie auf dem Fjord wie die Entchen auf dem See
Papageientaucher sind drollige Vögel, mit karnevalistischen Gesichtern und kleinen runden Bäuchen, die sie tatsächlich etwas am Abflug aus dem Wasser hindern. Daher flüchten sie auch eher nach unten als nach oben. Es ist gar nicht einfach, nah genug an die geflügelten Clowns heranzukommen. 
2010
Der Frühstücksraum mit 2 Busladungen deutschem Mittel- bis Hochalter verrät einiges über den typischen Norwegenreisenden. Sicher, die ganzen Familien und Auslandsangler sieht man da nicht, die hocken um die Zeit in ihrem Wohnwagen und brühen sich löslichen Nescafe auf. Apropos Kaffee: Der Durchschnittsnorweger trinkt täglich einen halben Liter braunes Heißgetränk und ersäuft sich so den dritten Platz in der Weltrangliste der Kaffeetrinker. Nach unserem Morgenkaffee geht es wieder auf die KV 17 und zurück in die grünen Berge mit den weißen Schleiern oben auf und dem grauen Band unten dran. Von Mo sehen wir nichts weiter, dafür eine Kirkeby-Installation auf einem Berg – man nennt es Skulpturenlandschaft. 
2010
… when you wanna rock’n'roll! Das setzt voraus zu meinen, im Norden Norwegens gäbe es Gründe oder Möglichkeiten, irgendwas zu rocken. Zumindest die Möglichkeit hatte ich ja vor 4 Jahren schon einmal vor Augen. Also schloss ich bei einer Einladung ins Nordland entlang der KüstenReichsstraße (KV) Nr. 17, dass ich mich unter professioneller Organisation noch einmal so weit hoch in den Norden wagen kann und dabei auch alle Busse in alle mysteriösen Orte bekommen würde. Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ nahm ich den Trip an. Und dann hatte ich ganz viel Weg, wobei das Ziel zunächst der Ausgangsort der Rundreise war. Was soll ich sagen, mit mir und den Wegen in Norwegen ist etwas nicht wie es sein soll. 






