2006
2006
Dass die Autos hupen, daran hat man sich nach 14 Tagen schon fast gewöhnt, aber jetzt haben wir ein Hotel erwischt, wo selbst die hupenden Züge zu hören sind! Alle 15 Minuten rast so ein Ding durch unser Zimmer, mindestens eine halbe Minute hupend… Hier wird man echt bekloppt! Ach ja, das Zimmer 101 (!!!) befindet sich in Jaipur – der Pinkcity, wie sie sich selbst nennt. Liegt daran, dass alle Häuser rot angestrichen sind und alle Inder farbenblind
So an die 2 Millionen Menschen und mindestens genauso viele Kühe, Ochsen, Schweine und vor allem Hunde leben in dieser Kleinstadt. Jaipur ist für 3 Dinge bekannt: Juwelen, Textilien und Müll. Deshalb bringt uns unser Fahrer auch in ein Textil-Geschäft, das uns am liebsten ein komplett neues Outfit geschneidert hätte und natürlich zum Juwelier – “nur gucken, musst nicht kaufen”. Nee, ist klar! Der Verkäufer sieht mir mein Desinteresse an Schmuck sofort an… Ja, was soll der Prunk denn auch. 
2006
ja, und Tiger haben auch Krallen! Wenn ich einen gesehen hätte, wüsste ich das jetzt zwar ganz genau, aber ich vertraue einfach auf die weit verbreitete zoologische Behauptung…
Also mal von vorn:
Wir haben Delhi verlassen, bevor dort am 26.1. der Ausnahmezustand ausgerufen wird – Republic Day! Mit Militärparaden und solchem Quatsch. Vorher haben wir uns noch Ghandis Verbrennungsstätte angesehen (war nicht meine Idee!) und sein Haus, netter Garten… Dann sind wir 4 Stunden nach Agra gefahren 
2006
Nach einem kleinen Zwischenaufenthalt in der Zivilisation – genannt London – sind wir am 21. nach Bombay / Mumbai aufgebrochen. 7,5 Stunden Flug, die ich größtenteils verpennt habe und dann ein kleiner Wetterumschwung von 7 auf 34 Grad. Wir sind uhrzeitlich 4,5 Stunden vor euch. Was den Lebensstandard angeht, sind wir urzeitlich hinter euch. Was wir in Syrien als nervig hupend und abgasstinkend empfanden, potenziert sich hier – vor allem um den Faktor des Gestanks. Menschengestank. Bitte nicht falsch verstehen, aber es stinkt wirklich nach Urin. Ich habe auf der Taxifahrt vom Flughafen bis zum Hotel (1 Stunde lang) nicht mehr geatmet. Naja, eben nur auf Niedrigfrequenz, weil man einfach Angst hat, sich schon beim Einatmen der Luft Cholera, Lepra und Typhus in einem zuzuziehen. Wir sind an Behausungen vorbeigefahren, die man als solche nicht bezeichnen möchte. Die Armut ist unfassbar und erschreckend. Noch schlimmer ist ein Spaziergang am Abend – da stolpert man alle Meter über Menschen, die auf den Bürgersteigen schlafen, oder am Hafenbecken nächtigen… Ein erbärmliches Bild. 







