2009
Und ich hatte gehofft, dieser abenteuerliche Autotrip durch die Gassen von Gibraltar wäre einmalig gewesen, aber der Übermut und die Suche nach einem gemütlichen Frühstückscafe führten ins Bergdorf Arcos. Im Reiseführer stand dazu „eins der schönsten weißen Dörfer – gleichzeitig atemberaubend für Fußgänger und nervenaufreibend für Autofahrer, die sich durch die engen Gassen den Berg hinaufquälen.“ Das habe ich gelesen, nachdem mir beinahe ein Minibagger im Rückwärtsgang auf die Motorhaube gerollt wäre.

2009
Gibraltar ist zwar die südlichste Landspitze Europas, aber die beste Sicht nach Afrika hatten wir weiter westlich, kurz vor Tarifa. Da gibt es jede Menge Windräder – aus gutem Grund, denn am Ausguck hat es uns fast weggeweht. Dafür sieht man dann aber auch wirklich afrikanische Landmassen, als wären sie nur ein paar Meter weit weg. Tarifa selbst galt mal als Geheimtipp für Windsurfer. Heute ist der Ort vollgestopft mit Surfartikel-Geschäften und Jugendherbergen, die sich mit Hailogos und Surfbrettern schmücken. Ein paar maurische Spuren gibt es wohl auch noch, aber wir haben uns in einen Turm am Kilometerstein 72 zurückgezogen, mit Blick und Gehör aufs tosende Meer.

2009
Hello again!
Briten in Spanien sind an und für sich nichts Ungewöhnliches, im Gegenteil: es gibt da ungefähr genauso viele krebsrot gebratene Tommys wie Landsleute aus unserer Gegend. Aber ich rede von denen, die halbwegs aufgeklärt sind und wissen, dass man sich in Südspanien ganz schnell die weiße Blässe verbrennen kann, weil sie eben dort leben. Die letzte kleine Südspitze Europas gehört also den Briten. Und ihren Felsen halten sie in bester Manierlichkeit in Ehren. The Gib, Gibraltar, kommt einen daher nicht nur very british vor, er ist es auch! Über sieben Kreisel sollen wir fahren, sagt Googlemaps, dann würde man spanisches Festland verlassen und englisches Wetter über einen hereinbrechen. 
2009
Urlaub! Endlich! Und zwar ohne Stift und Block und distanzierte „Kollegen“ ![]()
Nichts desto Trotz ist auch dies eine kurze Rundreise mit viel Programm. Andalusien it is! Spanische Sonne satt UND in Malaga blühen die Jacarandas! Alleen aus blauen Bäumen, die ich immer geplant hatte auf einem dritten Hawaii- oder Südafrikatrip zu finden. Aber wozu in die Ferne schweifen?! Malaga ist nur 3 Stunden von der Heimat weg und unser (nein, bin nicht allein im Urlaub
) erster Anlaufpunkt. Dort wartet man dann so lange auf seinen Mietwagen bis es ein Upgrade gibt und statt dem häßlich Ka-lein dann doch Polo. 



