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	<title>Claudi um die Welt &#187; Spanien</title>
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		<title>Fish Out Of Water</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 16:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>claudirtw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiumdiewelt.de/2011/01/fish-out-water.html"><img align="" hspace="5" width="560" height="200" src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/VAL-2.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="Valencia" /></a>Ein Grund nach Valencia zu reisen: die Stadt der Wissenschaften und Künste.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/VAL-2.jpg" alt="" title="Valencia" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5890" /></p>
<p>In Retrospektive geht es noch einmal an die Costa Blanca. Ich wollte wirklich schon seit Langem mal nach Valencia. Hauptsächlich wegen der Fallas (die im März stattfinden), aber auch wegen des größten Aquariums Europas in einem Fotografenherzen rührenden, architektonisch spektakulären Gelände – der Stadt der Wissenschaften und Künste. Gewünscht – getan! Dabei dem deutschen Winter noch ein Schnippchen schlagen zu können: grandios.</p>
<p>Grandios beginnen meine Reisen ja grundsätzlich. Grandios chaotisch. Dieses Mal hab ich zum Auftakt gleich am Flughafen von VLC das grüne Portemonnaie liegen lassen. Kurz zuvor hatte ich noch die TouristCard für drei Tage erstanden – damit kann man drei Tage kostenlos Bus und Bahn fahren und kommt ermäßigt in so viele Museen und Sehenswürdigkeiten, die man in einem Jahr nicht abklappern könnte! Immerhin für eine geldlose Fahrt in die City war somit gesorgt und dann bemerkt man den Verlust der Geldbörse auch erst nach der Verschnaufpause im Hotel. Nach Rumtelefonieren der Rezeptionistin, einer weiteren 30minütigen Fahrt zurück zum Aeroporto und einem rotgesichtigen Gespräch mit der Flughafenpolizei hat ich‘s wieder, vorheriger Inhalt inklusive! Kann sein, dass das der Auslöser für alle folgenden räumlichen und zeitlichen Desorientierungen war. Die kann aber auch am fehlenden Reiseführer gelegen haben (ich bin schuld, ich darf da drauf bis in alle Ewigkeit rumreiten!).</p>
<p>Was TouristCards angeht: kann man sich sparen. Selbst wenn man sechs Tage für die Stadtbesichtigung eingeplant hat. Das packt kein Paar Füße! Wenn man die 20 Euro in drei Tagen amortisiert sehen möchte, muss man eine Menge mehr Geld in die rabattierten Angebote stecken. Der inkludierte Freifahrtsschein für Bus und Bahn jedenfalls entspricht 9 Euro und wäre auch als ein rein solcher erhältlich. Ist auch eine gute Investition. Darüber hinaus kann man sich ganz einfach nur mit offenem Mund an den hübschen Jugendstilfassaden, Kirchen, Kathedralen und Markthallen der Stadt vorbeistaunen. </p>
<p>Für umsonst und draußen gibt es eigentlich etliches zu sehen. Neben dem bezahlpflichtigen kleinen Botanischen Garten wäre da der eintrittsfreie und viel größere Jardins del Real mit viel Grün, freifliegenden grünen Alexandersittichen und verschiedenen grünen Orangenbäumen, die auch im Winter (orange) Früchte und Blüten tragen. Um die Altstadt verläuft außerdem das trockengelegte Flussbett des Turia (der heute abseits der Stadt und jeglicher Hochwassergefahr fließt), in dem Fußballfelder, riesige Gummibäume, ein paar Wasserspiele und Fahrradwege angelegt wurden. Außerdem versteckt dieser grüne Gürtel das nette Zentrum von angrenzenden Stadtteilen mit wesentlich jüngerer und fantasielos gestalteter Bausubstanz.</p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2011/01/vlc078.jpg"  width="700" class="alignleft mediaborder size-large wp-image-4549" /></p>
<p>Wir haben dennoch in ein paar Besichtigungen investiert. Beispielsweise muss man recht ordentlich für den Besuch der Kunst- und Wissenschaftsstadt löhnen. Die futuristischen Gebäude sind zwar auch von Außen recht ansehnlich, aber letztlich geht es ja um Inhalte. Bei all der Weitläufigkeit muss man sich das Riesengelände mit „Auge“, „Wirbelsäule“ und „Muschel“ und „Blüte“ auf mehrere Entdeckungstage aufteilen. Soweit ich weiß, sind die Gebäudebezeichnungen zum Großteil meiner persönlichen Assoziation entsprungen. </p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2011/01/IMG_0259.jpg"  width="533" class="aligncenter mediaborder size-large wp-image-4545" /></p>
<p>Das Auge nennt sich offiziell Hemisfèric und beherbergt ein IMAX-Kino, haben wir uns nicht aufgehalten. Die Wirbelsäule ist wohl eigentlich als Querschnitt eines Schneckengehäuses gedacht und überdacht vier Etagen wissenschaftliche Versuchs- und Informationsstationen und eine kleine Star-Trek-Ausstellung. Habe die Gelegenheit wahrgenommen und mich auf der nachgebauten Enterprise-Brücke auf das Sesselchen von Nr.1 gesetzt, den Chefsessel würde ich ja nie beanspruchen. Ansonsten kann man schon mal einen halben Tag beim Blutdruckmessen, Pendelbeobachten und Bestaunen von überdimensionalen DNA-Strängen totschlagen. </p>
<p>Im L&#8217;Oceanogràfic haben wir schließlich fast einen ganzen Tag zugebracht. Das größte Aquarium der Welt ist leider nicht das schönste. Abgesehen von einer ganz schlechten Kantine (das Unterwasserrestaurant hatte wie nicht anders zu erwarten zu), machen die zehn verschiedenen Wasserbecken und –welten keinen besonders gut gepflegten Eindruck. Angemalte Steinbrocken, die Korallen darstellen sollen, zwischen denen eher wenige Fische ihre Runden drehen. In der Antarktiswelt stehen hinter zugedunsteten Scheiben die Pinguine rum, einer davon ist schon nicht mehr ganz dicht. Der taucht wie ein Irrer auf und ab, wenn man ihm etwas am Fenster entgegenhält. </p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2011/01/vlc137.jpg" width="700" class="alignleft mediaborder size-large wp-image-4550" /></p>
<p>Die Belugas haben freundlich gegrinst, wenn man sie mal zu Gesicht bekommt. Der Schaufensterbereich ihres Beckens ist so schmal und mit Felsen verbaut. Delfine sieht man nur auf Zuzahlung – mehr als der Eintrittspreis fürs Gesamtprogramm – dafür dann aber mit Spring-und-Platsch-Show. Fand das Aquarium in Lissabon um einiges netter hergerichtet. Aber vielleicht lags auch an der Nebensaison, da arbeiten die Pfleger in VLC vermutlich nur Teilzeit. Man kann sich immerhin die Zeit ganz gut vertreiben mit der Suche nach Fischen und Schildkröten hinter Bikini-Bottoms berühmtester Ananas!</p>
<p>So, und von all dem Dingen, die es IN der Stadt gibt, berichte ich ein anderes Mal&#8230;<br />
Bis die Tage <img src='http://www.claudiumdiewelt.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>In The Year 2525</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 17:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>claudirtw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiumdiewelt.de/2011/01/in-the-year-2525.html"><img align="" hspace="5" width="560" height="200" src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/VAL-1.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="val2" /></a>Silvester in Valencia: Und Ruhe auf Erden!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/VAL-1.jpg" alt="" title="val2" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5887" /></p>
<p>Im Jahr 2525 werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach schon seit ca. 450 Jahren ein Staubkorn im All sein. Ich könnte aber auch bereits zum 8. Mal wiedergeboren sein oder zum zweiten Mal aufgetaut – man weiß es nicht. Wie ich in letzterem Szenario ins besungene 2525 gerutscht sein mag, weiß ich indess sehr gut: nämlich nicht in Valencia! Es sei denn, die Spanier haben ihre Traditionen bis dahin grundlegend überdacht. </p>
<p>Nichtsdestotrotz kann das Städele am Meer auch heute schon was bieten, entscheidend ist die Einstellung, mit der man VLC betritt. Da sollte man sich zum Beispiel darüber im Klaren sein, dass ein Städtetrip kein zweiwöchiger Urlaub sein kann. Und auch eine Woche ist zu viel, solange man nicht den Stadtstrand zu mehr als einen Hundeauslaufplatz nutzen kann. </p>
<p>Noch eine Grundvoraussetzung ist jene, am Silvesterabend entsprechend der Landestradition vorbereitet zu sein. Das setzt Wissen voraus &#8211; zu entnehmen einem beliebigen Reiseführer, aber auch aus einer intensiveren Google-Recherche erschließbar. Dann wüsste man, dass Spaniens Großstädte (und auch die drittvollste) am 31.12. den Ladenschluss recht weit auf den frühen Abend gelegt haben. Wer also nach 18 Uhr losmarschiert, um Sekt und Weintrauben zu kaufen, bereitet sich ein eher mageres Mitternachtsbüffet.</p>
<p>Apropos Büffet und andere Bespeisungsformate: auch Tapasbars und Restaurants (generell verwirrend mit all den Öffnungs- und Schließungszeiten am Tag) sind an diesem Abend nicht mehr zugänglich – weil sie entweder übervoll oder geschlossen sind. Das muss man als Berliner definitiv wissen, der Einzelhandel ist hierzulande ja dann doch etwas mehr aufs Geschäft aus. Metropolen scheinen einen in gewisser Weise zu verwöhnen und so zu falschen Annahmen zu führen… Der einzige Kiosk am Rathausplatz von Valencia nimmt sich bereitwillig all den fehlinformierten Touristen an und verkauft alles, was an Alkoholika noch im Lager ist. Das Lager ist klein. </p>
<p>Der Geschäftssinn der Spanier bricht ungefähr genauso blitzartig und kurzlebig aus wie der Hang zu öffentlichen Versammlungen. Während man um 22 Uhr noch gemütlich zweisam vor dem illuminierten Rathaus auf- und abwandelt und in die geschlossenen Blumenlädchen lugt, ist erst um 23.30 etwas Bewegung auf dem Platz zu vernehmen. Wie aus dem Nichts füllt sich der Platz mit sektglasbewehrten Einheimischen, die eine Pulle Schampus und ihr Tütchen Trauben im Plastikbeutel vor sich hertragen. Und mit den aufmerksamen Einwanderern aus Ländern südlich des Mittelmeeres, die geistesgegenwärtig alle Kühltruhen der Stadt nach Bierdosen abgesucht haben und nun meistbietend ihre Beute an diejenigen verticken, die am Kiosk selbst für die letzte Flasche Schnaps noch zu spät kamen.</p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2011/01/vlc169.jpg" width="700" class="mediaborder alignleft size-large wp-image-4535" /></p>
<p>Da stehste nun mit einer gefrorenen Dose Steinburg (nicht nur dem Namen nach mit Sternburg zu verwechseln) und stopfst mit jedem Glockenschlag eine imaginäre Glückstraube in den Mund und hoffst zumindest, das schüchterne Zischen einer Bierdose vom letzten Glockenschlag Punkt Zwölf und dem sich anschließenden Feuerwerksgeballere übertönen zu lassen. Auf dass die Glückswünsche fürs nuevo ano nicht auch imaginär bleiben! Doch das einzige, das knallt, sind die Sektkorken der Umstehenden, die gerade noch die letzte echte Traube runterschlucken. Dann tönt großes Hurra und Hola. Keine Rakete, kein Höhenfeuer, kein Paukenschlag. Nur viele Spanier, die Wünsche wünschen und Gruppenfotos fotografieren. </p>
<p>Abwarten und derweil ein eisiges Bierchen trinken. Da muss noch was kommen! Am Vorabend sind ein paar Hundert Leute unter ohrenbetäubendem Lichtspektakel und Live-Band-Begleitung in Superman-, Pharaonen- und Spongebob-Kostümen zu einem 5-Kilometer-Stadtmarathon aufgebrochen – das hier sollte doch größer oder wichtiger sein?! Während sich die Valencianer schon wieder auflösen, begreift man um 0.30 Uhr, dass Silvester in Spanien kein Event ist, bei dem Schwarz- und Metallpulver in die Luft gehen. </p>
<p>Wenn die Stadt mit der Fledermaus als Wappentier wenigstens seine kleinen Vampire damit schonen wollen würde. Aber nein, die haben keine einzige Fledermaus mehr in VLC! Natürlich muss man das nicht haben &#8211; rausgepulvertes Geld, Umweltverschmutzung, Lärmbelästigung. Aber so ganz ohne bunte Lichter und Köpfe im Nacken ist das irgendwie effektlos öde zum Jahreswechsel. </p>
<p>Das hätte man natürlich wissen können und eben auch nicht zu viel vom sonst so feierwütigen Spanier erwarten brauchen. Aber eigentlich waren die eigenen Füße schon lange nicht mehr feierlaunig. Zu langwierig und weitläufig war die Suche nach Sekt, Trauben und Abendessen – ja, ein Reiseführer hätte Wunder getan. Und das die Erkenntnis eines reiseerprobten Vielländerkenners! Das zeigt aber auch: Ich komme immer noch zu selten durch die Welt! Ich hoffe, das Jahr 2011 wird dennoch ein gutes. Und bis Dezember kann man ja noch einige Reiseführer lesen. Andererseits bleibt ja noch genügend Zeit bis 2525…</p>
<p>Wünsch euch ein Feliz Ano Nuevo!</p>
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		<title>Summer In The City</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 19:12:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiumdiewelt.de/2009/06/summer-in-city.html"><img align="" hspace="5" width="560" height="200" src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-3.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="Arcos" /></a>„Eins der schönsten weißen Dörfer – gleichzeitig atemberaubend für Fußgänger und nervenaufreibend für Autofahrer...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-3.jpg" alt="" title="Arcos" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5893" /></p>
<p>Und ich hatte gehofft, dieser abenteuerliche Autotrip durch die Gassen von Gibraltar wäre einmalig gewesen, aber der Übermut und die Suche nach einem gemütlichen Frühstückscafe führten ins Bergdorf Arcos. Im Reiseführer stand dazu „eins der schönsten weißen Dörfer – gleichzeitig atemberaubend für Fußgänger und nervenaufreibend für Autofahrer, die sich durch die engen Gassen den Berg hinaufquälen.“ Das habe ich gelesen, nachdem mir beinahe ein Minibagger im Rückwärtsgang auf die Motorhaube gerollt wäre. </p>
<p>Daher habe ich den empfohlenen Blick ganz oben auch ausgelassen – wollte nur noch runter und raus aus den immer enger werdenden Gassen. Von Weitem sieht‘s so friedlich aus! Nur von der anderen Seite des Berges aus ahnt man, dass das recht hoch liegt. Denn dort steht das Dorf am nackten Sandstein-Steilhang.</p>
<p>Der Bezirk um Sevilla gilt als die Kornkammer Andalusiens. Weizenfelder an Sonnenblumenfeldern und umgekehrt, das Land flacher und wenn es Berge gibt, dann mit Olivenbestand. So läuft man irgendwann in Sevilla ein, wo die Jacarandas bereits die Blüten verlieren und die Autofahrer langsam die Geduld – Stau am Nachmittag. Wir irren ein weiteres Mal durch ansehnliche Gassen und ungefähr viermal um eine Einbahnstraße herum, bis wir am Hotel angekommen sind. Dort bleibt man am besten auch eine Weile, denn die Kornkammer bekommt eine Menge Sonne zum reifen&#8230; es ist brütend heiß. Sevilla ist kein Sommerziel, und wenn dann nur nach 20 Uhr halbwegs erträglich.</p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/06/IMG_9190.jpg" alt="" title="IMG_9190" width="400" height="600" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5894" /></p>
<p>Im warmen Abendwind sieht es aber toll aus. Es gibt diverse Stadtparks und den botanischen Garten, wo man noch etwas Schatten erhaschen kann. Die Altstadt scheint recht groß zu sein. Wir sind durch das alte Judenviertel gelaufen, wo es auch die Flamenco-Cafes gibt und Gassen, durch die kein Auto mehr passt. Dafür Tische und Stühle und hungrige Touristen! Man sucht eine weitere Tapasbar – und findet die riesige Kathedrale, die aussieht wie eine Burg. Gotisches Schiff mit einem maurischen Minarett als Kirchenturm. Es war leider schon zu spät, um einen Blick ins Innere zu werfen, aber der Einfluss der Mauren scheint hier selbst bin in die Kirche gereicht zu haben. Stattdessen setzen wir uns in eine Seitengasse und schlemmen Paella unter musikalischer Begleitung eines Pfingstzugs mit Pauken und Trompeten. Und Teenies in Flamencokleidern. Und das war kein Touriprogramm! Wir haben nämlich Pfingsten und die Parade trägt einen Madonnenaltar durch die Stadt. Im Schein der Nachtbeleuchtung sieht das wirklich beeindruckend aus.</p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/06/IMG_9568.jpg" alt="" title="IMG_9568" width="425" height="600" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5896" /> </p>
<p>Da wir Karten für die Alhambra bereits vorbestellt haben (mussten), können wir die Kathedrale und all die anderen Paläste und Türme Sevillas am nächsten Tag nur im Vorbeifahren sehen – hier muss man mal mit mehr Zeit herkommen – und machen uns auf nach Granada. Es dauert schon ein paar Stündchen bevor die Sierra Nevada ins Blickfeld rückt, auf deren Bergen ein paar düstere Wolken sitzen. Aber der erste Weg geht sowieso ins Hotel, wo man staunt und teuere Tiere speist, bevor das Gewitter über die Stadt hereinbricht.</p>
<p>Das berühmteste, wenn auch nicht einzig sehenswerte, Baudenkmal Granadas ist natürlich die Alhambra. Eine rote Burg, die erst im Abendlicht ihre Mauern rötlich färbt. Karten dafür sollte man lieber online vorbestellen, da nur eine bestimmte Anzahl Besucher täglich in zwei Wellen Einlass erhält. Außerdem gibt es innerhalb des Palastgebietes mehrere Gebäude, die gesonderten Eintritt verlangen.</p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/06/IMG_9482.jpg" alt="" title="IMG_9482" width="400" height="600" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5895" /></p>
<p>Zur Geschichte der alten Burgstadt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alhambra" target="_blank">lest ihr lieber mal nach</a>. Ich kann dem nur zusetzen, dass man wirklich viel Zeit braucht und die Generalifen, die Gartenanlage, traumhaft schön sind. Für die Nasridenpaläste soll man eine halbe Stunde einrechnen, die Realzeit pendelte sich bei 1 – 1,5 Stunden ein. Orientalischer ist selbst der Orient nicht, tolle Schnitzereien und Einlegearbeiten in den Palasthallen, abgesehen von den wahnsinnig detaillierten Bögen der Arkaden. Man hat theoretisch den ganzen Nachmittag Zeit und die sollte man nutzen. Denn ohne Pausen wird’s anstrengend. Angst vor vielen Menschen sollte man auch nicht haben – das ist eben Weltkulturerbe und entsprechend treffen hier minütlich die Busse ein. Für uns war das die letzte Station in Andalusien. Sowohl Sevilla als auch Granada sollte man unbedingt noch mal anlaufen und dann mit etwas mehr Zeit als nur einen Tag pro Stadt! Nächste Woche geht es für mich weiter in den richtigen Orient  <img src='http://www.claudiumdiewelt.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>bis dahin ein kurzes Adios amigos!<br />
Claudi</p>
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		<title>Seaside Rendezvous</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 19:11:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiumdiewelt.de/2009/05/seaside-rendezvous.html"><img align="" hspace="5" width="560" height="200" src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-1.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="tarifa" /></a>Tarifa selbst galt mal als Geheimtipp für Windsurfer. Heute ist der Ort vollgestopft mit Surfartikel-Geschäften und Jugendherbergen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-1.jpg" alt="" title="tarifa" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5899" /></p>
<p>Gibraltar ist zwar die südlichste Landspitze Europas, aber die beste Sicht nach Afrika hatten wir weiter westlich, kurz vor Tarifa. Da gibt es jede Menge Windräder – aus gutem Grund, denn am Ausguck hat es uns fast weggeweht. Dafür sieht man dann aber auch wirklich afrikanische Landmassen, als wären sie nur ein paar Meter weit weg. Tarifa selbst galt mal als Geheimtipp für Windsurfer. Heute ist der Ort vollgestopft mit Surfartikel-Geschäften und Jugendherbergen, die sich mit Hailogos und Surfbrettern schmücken. Ein paar maurische Spuren gibt es wohl auch noch, aber wir haben uns in einen Turm am Kilometerstein 72 zurückgezogen, mit Blick und Gehör aufs tosende Meer. </p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/05/IMG_8748.jpg" alt="" title="IMG_8748" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5901" /> </p>
<p>Baden macht bei solcher Brandung also weniger Spaß. Daher die sofortige Weiterfahrt am nächsten Tag. Immer schön am Wasser lang, solange die Straße entlang geht. Landeseinwärts erkennt man die Wellen und damit den Wind an den Windmühlenfeldern. Hinter so einem Feld mit Mühlen und Olivenbäumen zweigt der Weg zu einer alten römischen Ansiedlung. Hauptsächlich zu ihren Resten. Baelo Claudia wurde im 2. Jhd v.Chr. gegründet und diente natürlich der fischverarbeitenden Industrie und als Hafen für den Handel nach Afrika. Naturkräfte haben die Römer im 6. Jhd. Vertrieben, bei uns hat der Wind auch versucht, den Rundgang zwischen Tempelsäulen, Teatro und Sauna zu beschleunigen. </p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/05/IMG_1401.jpg" alt="" title="IMG_1401" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5900" /></p>
<p>Mit Sturmfrisur und leicht durchgeschüttelt bewegt man sich dann landeinwärts, nach Jerez, der Pferde- und Sherrystadt. Aber weil in Spanien am Nachmittag grundsätzlich alles geschlossen ist und jede Stadt in eine Geisterstadt verwandelt, haben wir dann doch noch mal den Weg ans Meer genommen. Für mich bis dahin nie namentlich aufgefallen: Rota. Nettes Örtchen, alles sehr weiß, eine Mondfestung, eine Kirche, ein Strand und diverse Kitesurfer. Aus baden wurde da auch nicht, dafür haben wir die Sandstrahl-Wellnessanwendung kostenlos bekommen. Auch dort pfeifft der Wind noch ordentlich um die Ecke. Man kann wohl durchs kalte Atlantikwasser plantschen, aber ich empfehle mindestens 7mm Neopren – das federt auch ein bisschen den peitschenden Sandsturm ab. Dafür hat man seinen eigenen Strand und viel Auslauf. Morgen geht es in die Kornkammer Andalusiens und nach Sevilla!</p>
<p>Adios soweit <img src='http://www.claudiumdiewelt.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Rock Of Ages</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 19:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>claudirtw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiumdiewelt.de/2009/05/rock-of-ages.html"><img align="" hspace="5" width="560" height="200" src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-4.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="gib" /></a>Gibraltar: Eine steile Seilbahn gondelt auf den Felsen, wo bereits ein Affe zur Begrüßung am Ausstieg wartet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-4.jpg" alt="" title="gib" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5904" /><br />
Hello again!</p>
<p>Briten in Spanien sind an und für sich nichts Ungewöhnliches, im Gegenteil: es gibt da ungefähr genauso viele krebsrot gebratene Tommys wie Landsleute aus unserer Gegend. Aber ich rede von denen, die halbwegs aufgeklärt sind und wissen, dass man sich in Südspanien ganz schnell die weiße Blässe verbrennen kann, weil sie eben dort leben. Die letzte kleine Südspitze Europas gehört also den Briten. Und ihren Felsen halten sie in bester Manierlichkeit in Ehren. The Gib, Gibraltar, kommt einen daher nicht nur very british vor, er ist es auch! Über sieben Kreisel sollen wir fahren, sagt Googlemaps, dann würde man spanisches Festland verlassen und englisches Wetter über einen hereinbrechen. <span id="more-119"></span></p>
<p>Schlagartig hört die Sonne auf zu scheinen. Die Wolkenwand und der Wind machen die Entscheidung einfach: soweit wie möglich durchfahren und nicht aussteigen. Und dann steckt man in einer Einbahnstraße – so breit wie das Auto, auf 10% Steigung &#8211; und findet natürlich keinen Parkplatz (man könnte wegen der Enge ja auch nicht aussteigen!). Schwitzend geht es den Hang wieder nach unten, auf eine breitere Gasse und zum öffentlichen Parkplatz – natürlich am Ortseingang. Aber von dort fahren Busse, direkt über die örtliche Landebahn drüber und sogar bis zum Ende Europas! Was soll ich euch sagen: am Ende Europas stehen ein Leuchtturm und eine Moschee <img src='http://www.claudiumdiewelt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Und der Wind ist so heftig, dass sich selbst Kurzhaarträger die Frisur versauen.</p>
<p>Am britischen Ende des Kontinents sind allerdings nicht die afrikanischen Affen, die man hier eigentlich erwarten möchte. Wie wir feststellen, hat „the Rock“ einem niedriges Felsende und ein höheres, auf welchem sich die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berberaffe">Berberaffen </a>einen Spaß machen und die Touristen ihrer Essensvorräte berauben. Eine steile Seilbahn gondelt nach da oben, wo bereits ein Affe zur Begrüßung am Ausstieg wartet. Man wird gebeten alle Plastikbeutel zu verstecken, was natürlich nicht alle Leute tun und schon geht die wilde Jagd los. Die einen jagen mit der Kamera, die anderen mit vollem Körpereinsatz und schon hat die ungehorsame Dame einen Affen im Genick sitzen. Sind nicht gerade kleine leichte Tierchen und verhalten sich auch nicht ruhig, das Geschrei und Gelächter entsprechend groß. Die Affen marodieren dort seit man sie hier einschleppte (was vor 1000 Jahren gewesen sein könnte). Mehr als die Affen bekommen wir an diesem Tag auch nicht zu sehen, da der Felsen ja im britischen Wetter feststeckt und die Wolken bereits auf die Aussichtsterrasse hängen. Also gucken alle Leute zu, wie sich die Affen lausen, kratzen und einfach nur rumhängen. Weil Engländer auf Aberglauben stehen, haben sie auch um the Gib eine Legende gesponnen. Ähnlich wie die Raben im Londoner Tower müssen die Berberaffen von Gibraltar mit ihrer Existenz für die Herrschaft der Briten in diesem Territorium herhalten. Solange es hier also Affen gibt, gibt es auch die Briten hier&#8230; </p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/05/IMG_8717.jpg" alt="" title="IMG_8717" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5905" /></p>
<p>Wieder auf affensicheren Boden angekommen, kann man dann durch die Gassen schlendern und Fish&#038;Chips-Buden neben Irish Pubs bestaunen, Souvenirs kaufen und mit etwas Glück vor verschlossener Schranke stehenbleiben, weil gerade ein Flieger landet oder startet. Gibraltar ist so klein, dass es die Landebahn quer über die Hauptstraße gelegt hat und alle halbe Stunde die Straße sperren muss. Und sowie man wieder auf der spanischen Seite der Schranke ist, kommt sie Sonne wieder raus! Weil es grad so schön am Meer ist, ziehen wir weiter die Küste entlang, nach Norden. </p>
<p>see you soon!</p>
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		<title>Good Vibrations</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 19:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>claudirtw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiumdiewelt.de/2009/05/good-vibrations.html"><img align="" hspace="5" width="560" height="200" src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-2.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="malaga" /></a>Andalusien it is! Spanische Sonne satt UND in Malaga blühen die Jacarandas! ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2012/01/AND-2.jpg" alt="" title="malaga" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5907" /></p>
<p>Urlaub! Endlich! Und zwar ohne Stift und Block und distanzierte „Kollegen“ <img src='http://www.claudiumdiewelt.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Nichts desto Trotz ist auch dies eine kurze Rundreise mit viel Programm. Andalusien it is! Spanische Sonne satt UND in Malaga blühen die Jacarandas! Alleen aus blauen Bäumen, die ich immer geplant hatte auf einem dritten Hawaii- oder Südafrikatrip zu finden. Aber wozu in die Ferne schweifen?! Malaga ist nur 3 Stunden von der Heimat weg und unser (nein, bin nicht allein im Urlaub <img src='http://www.claudiumdiewelt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ) erster Anlaufpunkt. Dort wartet man dann so lange auf seinen Mietwagen bis es ein Upgrade gibt und statt dem häßlich Ka-lein dann doch Polo. </p>
<p>Man wurschtelt sich also erst durch den spanischen Straßenverkehr und bewundert neben blauen Jacarandas auch die blauen Abbieger-Schilder, die eine 180-Grad-Kurve nach rechts beschreiben – für die Linksabbieger! Nach dem vertrauensvollen Parking in der Tiefgarage wuselt man dann zu Fuß durch enge Gassen mit mehr oder weniger baufälliger Substanz, Boutiquen und einer gewissen Anzahl Bars und Cafes, die auf die touristische Relevanz des Stadtteils hinweisen: die historische Altstadt. Der Hauptboulevard scheint mit Marmor gepflastert zu sein, ist spiegelglatt und sauber. Der wird täglich mit dem Kärcher gereinigt und gepflegt – wir haben das zweimal beobachtet! </p>
<p><img src="http://www.claudiumdiewelt.de/wp-content/uploads/2009/05/IMG_8502.jpg" alt="" title="IMG_8502" width="700" class="mediaborder aligncenter size-full wp-image-5908" /></p>
<p>Im Labyrinth der Gassen kommt man irgendwann an der Kathedrale der Stadt entlang, auch am Teatro Romano, das zu Füßen der Alcazaba (maurischen Burg) noch halb vergraben hinter einem Zaun schlummert. Von dieser Alcazaba aus kann man theoretisch bis zum höchsten Punkt der Stadt und zugehöriger Zitadelle wandern&#8230; oder man nimmt einfach den Bus zum Gibralfaro. Die Burg da oben ist gar nicht so spektakulär – aber der Blick nach unten um so mehr! Man sieht direkt in die Arena hinein, die von der Straße aus nur den Eindruck einer kleinen Mauer macht. Und man sieht den Hafen, an dem wir vor ein paar Stunden auch schon entlang geirrt sind, bis wir doch den Ausgang und damit Strand fanden. Heißer Sand, aber das Wasser sieht arg kalt aus.</p>
<p>Zur Stärkung haben wir uns doch tatsächlich von der einzigen englischsprechenden Empfangsdame eine Tapasbar empfehlen lassen. Und dann den Stadtplan mit eingezeichneter Sättigungsanstalt im Zimmer liegen lassen! Macht ja nix, wir sind ja zwei Abende hier. Dann startet man eben auf eigene Faust wieder ins Gassenwirrwarr und sucht nach Nahrung. Angebot ist ja massenhaft vorhanden, allein bei der Entscheidung hapert‘s, aber am Ende sitzt man gut und bestellt Hackbällchen in Mandelkruste, „tapfere“ Pommes mit Teufelssauce und alles mögliche andere, das in Ali Oli ertrinkt. Nicht übel fürs erste Mal. </p>
<p>Das zweite Mal verlief dann eher enttäuschend, denn wir haben den Stadtplan nicht vergessen. Anlaufpunkt in einer kleinen Seitengasse: das Logüeno, eine Einrichtung eigens für dumme Touristen geschaffen. Hohe Preise, aber man hofft noch auf hohe Qualität. Die erweist sich als niedrigstes Niveau, kurz nachdem die Volkshochschule am Nebenhaus ihre Schüler ausgespuckt hat. Wir haben da gerade unsere in Öl ersoffenen Pommes wieder auf den Teller gespien. Da  saßen wir also, und kein Kellner wollte die noch vollen Teller wieder abräumen, bis ich einer vorbeiziehenden Bettlerin das Brot in die Hand drückte. Da gab‘s dann Ärger für sie und die Rechnung für uns. Aber ansonsten ist Malaga im Kern ein hübsches weißes Städtchen mit blauen Bäumen. Morgen geht es weiter zum Felsen! Nächste Meldung dann aus Großbritannien!</p>
<p>Adios Claudi</p>
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