Wie ich in Malaga unter spanischer Sonne und blauen Jacarandas weilte
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Good Vibrations

Wie ich in Malaga unter spanischer Sonne und blauen Jacarandas weilte

Urlaub! Endlich! Und zwar ohne Stift und Block und distanzierte „Kollegen“ 🙂
Nichts desto Trotz ist auch dies eine kurze Rundreise mit viel Programm. Andalusien it is! Spanische Sonne satt UND in Malaga blühen die Jacarandas! Alleen aus blauen Bäumen, die ich immer geplant hatte auf einem dritten Hawaii- oder Südafrikatrip zu finden. Aber wozu in die Ferne schweifen?! Malaga ist nur 3 Stunden von der Heimat weg und unser (nein, bin nicht allein im Urlaub ;)) erster Anlaufpunkt. Dort wartet man dann so lange auf seinen Mietwagen bis es ein Upgrade gibt und statt dem häßlich Ka-lein dann doch Polo.

Erste Anlaufstelle: Malaga

Man wurschtelt sich also erst durch den spanischen Straßenverkehr und bewundert neben blauen Jacarandas auch die blauen Abbieger-Schilder, die eine 180-Grad-Kurve nach rechts beschreiben – für die Linksabbieger! Nach dem vertrauensvollen Parking in der Tiefgarage wuselt man dann zu Fuß durch enge Gassen mit mehr oder weniger baufälliger Substanz, Boutiquen und einer gewissen Anzahl Bars und Cafes, die auf die touristische Relevanz des Stadtteils hinweisen: die historische Altstadt. Der Hauptboulevard scheint mit Marmor gepflastert zu sein, ist spiegelglatt und sauber. Der wird täglich mit dem Kärcher gereinigt und gepflegt – wir haben das zweimal beobachtet!

Malaga

Sehenswertes in Malaga

Im Labyrinth der Gassen kommt man irgendwann an der Kathedrale der Stadt entlang, auch am Teatro Romano, das zu Füßen der Alcazaba (maurischen Burg) noch halb vergraben hinter einem Zaun schlummert. Von dieser Alcazaba aus kann man theoretisch bis zum höchsten Punkt der Stadt und zugehöriger Zitadelle wandern… oder man nimmt einfach den Bus zum Gibralfaro. Die Burg da oben ist gar nicht so spektakulär – aber der Blick nach unten um so mehr! Man sieht direkt in die Arena hinein, die von der Straße aus nur den Eindruck einer kleinen Mauer macht. Und man sieht den Hafen, an dem wir vor ein paar Stunden auch schon entlang geirrt sind, bis wir doch den Ausgang und damit Strand fanden. Heißer Sand, aber das Wasser sieht arg kalt aus.

Malaga

Tapas am Abend…

Zur Stärkung haben wir uns doch tatsächlich von der einzigen Englisch sprechenden Empfangsdame im Hotel eine Tapasbar empfehlen lassen. Und dann den Stadtplan mit eingezeichneter Sättigungsanstalt im Zimmer liegen lassen! Macht ja nix, wir sind ja zwei Abende hier. Dann startet man eben auf eigene Faust wieder ins Gassenwirrwarr und sucht nach Nahrung. Angebot ist ja massenhaft vorhanden, allein bei der Entscheidung hapert‘s, aber am Ende sitzt man gut und bestellt Albondigas (Hackbällchen) in Mandelkruste, papatas bravas („tapfere“ Pommes) mit Teufelssauce und alles mögliche andere, das in Ali Oli ertrinkt. Nicht übel fürs erste Tapas-Mal.

Tourisfallen gibt es überall

Das zweite Mal verlief dann eher enttäuschend, denn wir haben den Stadtplan nicht vergessen. Anlaufpunkt in einer kleinen Seitengasse: das Logüeno, eine Einrichtung eigens für dumme Touristen geschaffen. Hohe Preise, aber man hofft noch auf hohe Qualität. Die erweist sich als niedrigstes Niveau, kurz nachdem die Volkshochschule am Nebenhaus ihre Schüler ausgespuckt hat. Wir haben da gerade unsere in Öl ersoffenen Pommes wieder auf den Teller gespien. Da saßen wir also, und kein Kellner wollte die noch vollen Teller wieder abräumen, bis ich einer vorbeiziehenden Bettlerin das Brot in die Hand drückte. Da gab‘s dann Ärger für sie und die Rechnung für uns. Aber ansonsten ist Malaga im Kern ein hübsches weißes Städtchen mit blauen Bäumen. Morgen geht es weiter zum Felsen! Nächste Meldung dann aus Großbritannien!

Adios Claudi

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