Wie ich im Friedrichshainer Kiez fand, was ich in der Welt suchte
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Living After Midnight

Wie ich im Friedrichshainer Kiez fand, was ich in der Welt suchte

Jaaa, sie lebt noch! Und bitte, jetzt nicht den Holzmichel aus der Schublade holen! Besonders touristisch interessantes gibt es nach wie vor nicht wirklich zu berichten… Bin ein bisserl beschäftigt mit dem „Projekt“. Aber Neues gibt es trotzdem! Ich wohne beispielsweise schon seit 4 Wochen nicht mehr bei Tantchen aufm Dachboden, sondern in Friedrichshain – also nach wie vor der morgendliche kleine Grenzverkehr 😉 Ein kleiner Rückblick auf den Dachboden sei euch jedoch gestattet 😉

Jetzt also mitten aufm Kiez! Aber trotzdem ruhig, weil: gegenüber liegt ein idyllischer Friedhof. In der Friedhofskapelle sitzt ein Theater. Circa 200 Meter die Straße entlang befindet sich meine Stammkneipe, die ich natürlich nur an den Wochenenden aufsuche. Davor steht ne dicke Halford-Plastikpuppe und drinnen steht der Qualm. Denke, das ist einer der Gründe, da eigentlich nicht mehr hinzugehen. Habe mir am letzten Wochenende vermutlich Lungenkrebs geholt, weil dieser Staat jeden Süchtigen mehr unterstützt als die armen Schweine, die’s ganz gern gesund versuchen würden! Der andere Grund ist die vermeintlich gute Mucke. Die hat sich jetzt wiederholt als dieselbe herausgestellt. Man verschafft sich eigentlich nur Abwechslung, in dem man zu unterschiedlichen Zeiten in die Videovorführung platzt und dann eben schon Aces High verpasst hat oder das eine von den unzähligen dummen David Lee Roth-Videos noch nicht läuft.

Dafür gibt die Bedienung schon brav das Patschehändchen und tut als wäre es cool (dürfte ca. 18 Jahre alt sein und hat immer Schwitzehändchen, bäh!) Der Besitzer sieht dem alten Rob tatsächlich etwas ähnlich, was die allabendliche Endlosschleife 80er-Bad-Hair-Videos allerdings nicht legitimiert. Aber: es ist ein Rockcafe, und das was ich in 6 Monaten auf der ganzen Welt nicht gefunden habe!

Ansonsten seh ich Berlin hauptsächlich an den Wochenendabenden… So ist das, wenn man jemanden kennt, der sich damit auskennt 😉 Jazzkneipe hier, leckerer Italiener dort, Bierkultur da und noch leckerererer Inder daneben. Auch eine Art von Tourismus 🙂 Apropos Italiener: Auf dem heutigen Weg zur Arbeit hab ich mal ein paar Bilder gemacht.

Man schlemmt sich quasi durch die Hauptstadt (ich hätte mir die Wohnung ohne Küche nehmen sollen, braucht man nicht. und nur gut, dass es der 4. Stock ist, dann trainiert man wenigstens etwas…). Allmittäglich wird hier ne Münze geworfen (oder ne Stunde diskutiert – manche Dinge sind überall gleich ;)) wo gespeist wird.

Sop, ansonsten nenne ich mich offiziell nun „Nebenberliner“ und darf dafür Nebenwohnsteuer zahlen! Der Job ist … ach nee, nicht über die Arbeit reden.

Also bis die Tage, wa?!
Claudi 🙂

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