Wie ich den Orient im Berliner Museum wiedertraf
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Wie ich den Orient im Berliner Museum wiedertraf

Nachdem ich mal wieder einen Tag frei machen konnte, hab ich das schöne Berliner Wetter für einen kleinen Spaziergang zur Museumsinsel genutzt. War ich irgendwie noch nie. Und das als Altorientalist. Ja, diese Peinlichkeit hab ich mir mittlerweile von den Schultern geschmissen, und das große Ischtartor samt blauen Ziegeln bestaunt, wie ich es eigentlich von 10 Jahren schon hätte tun sollen.

Das Pergamonmuseum hortet seit 1930 große Schätze aus dem alten Orient und der Antike. Ich mag ja alte tote Steine gucken, und wenn sie noch schön bunt angemalt sind, umso besser! Also, Ischtartor – unglaublich! Riesig, kobaltblau, 2600 Jaher alt, und war eins von 8 Toren, die den Marduk-Tempel im altn Babylon umgeben haben. Ich erspar euch den Vortrag über die babylonischen Götter und Könige, aber das Ding ist Kult!

Ansonsten gab es eine Menge Keile, Keile, Keile! Keilschrifttafeln. Ich werd nicht müde, es zu erklären als „Kleine Tontäfelchen, die aussehen, als wäre ein Hahn drüber gerannt.“ Lag eine Menge von rum.

Und zwei assyrische Sphinxen standen da auch noch irgendwo in die Mauern eingelassen, persische Raubkatzen (mit schlechten Zähnen), und ein hethitisches Relief mit Zipfelmützenmännchen… jaja, das sind die 12 Götter an der Wand einer heiligen Stätte in Hattusa. Ansonsten steht da noch der Pergamonaltar (wer hätte das gedacht!) und eine Kopie der Athene vor der Akropolis. Griechische und Römische Statuen… eher langweilig bzw. eintönig.

Tja und dann hab ich mich nach 2 Stunden Museumsgang im Cafe davor erholt. Auch schön 🙂

Sop, soweit das Kultur-Update
bis die Tage
Claudi 🙂

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