Wie mir beim Anblick des nebligen Abgrunds im Himalaya übel wurde
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Bad Day

Wie mir beim Anblick des nebligen Abgrunds im Himalaya übel wurde

Bevor wieder jemand den Song nicht erkennt, er ist von REM und es heißt ganz richtig „it’s been a bad day, please don’t take a picture.“ Habe ich demnach auch nicht getan. Kein Foto. Wovon denn auch?! Bin um 4.30 aufgestanden und habe mich mit einem dermaßen üblen Gefühl in Magen-und-Darm-Gegend ins Taxi gehockt, das dieses Mal auch wirklich da war und mich nach Nagarkot chauffieren lassen.

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Morgens um 5 in Nepal: Da laufen viele Menschen im Dunkeln am Straßenrand entlang, auf den Weg wo auch immer hin; da stehen in den Bergdörfern die Bauern mit ihren Fahrrädern parat, um sie mit Früchten aufzufüllen; da kann man keine 10 Meter weit gucken, weil der Dunst der Stadt und der Nebel der Nacht sich bis zum Boden quetschen. Und dann waren wir über diverse Serpentinen zum Ausguckpunkt auf einem kleinen Hügel gelangt und es war grade mal 6 Uhr. Und irgendwie kühl und erwähnte ich schon meine Übelkeit?

Jedenfalls haben wir brav eine halbe Stunde in den vermutbaren, aber mit Nebel angereichten Abgrund und die ebenfalls nur vermutbaren darumliegenden Berge gestarrt und darauf gewartet, dass ein Wunder passiert und die Sonne beim Aufgehen allen Nebel wegglüht und den Himalaya anstrahlt.

Wie naiv! Es wurde einfach nur hell. Eine Sonne gab’s nicht zu sehen. Habe mir das Bild von der Nebelwand gespart. Immerhin, die Luft da oben war eindeutig Bergluft und sehr erfrischend. Aber ich hab das wenig genießen können, mir war zu übel, die verdammten Malariapillen schlagen am vorletzten Tag mit ihren Nebenwirkungen zu! Unser Chauffeur hat uns noch nach Bhraktapur gebracht, aber da war morgens um 8 mal grad gar nix los, und man sollte 10 Dollar für den Zutritt in die angeblich sehenswerte Altstadt zahlen. Haben wir uns dann auch gespart. Also wieder ins Hotel, und schlafen! Mehr gab’s an dem Tag auch nicht. Nur die Toilette und das Bett. Und abends musste ich aufstehen und was essen, um die nächste Malariapille einzuwerfen :I

Der heutige Tag spielte sich übrigens auch größtenteils auf der Toilette ab. Ich erspare euch weitere Details… 😀 Freue mich auf morgen und das Entkommen aus diesem Dunst und Hupkonzert. Sollten am 25. nach Xian weiterfliegen können. Mal sehen, wie es dort mit Internet aussieht… Angeblich haben die Chinesen was gegen Blogger… Also, falls keine Einträge mehr folgen, dann haben sie uns entweder festgenommen wegen anti-kommunistischer Blog-Einträge oder ich hatte zuviel Schiss, dass genau das passieren könnte und es deshalb gar nicht erst versucht. In diesem Sinne…

nervlich gezeichnet
Claudi

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