Wie ich in Kathmandu ein Ticket zum Alpenglühen kaufte
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Boulevard Of Broken Dreams

Wie ich in Kathmandu ein Ticket zum Alpenglühen kaufte

Und da schwinden die Träume von der Heiligkeit in den Bergen. Tibet ist raus! Stattdessen vertreiben wir uns die nächste Zeit mit Ausflügen nach Nagarkot zum „Alpenglühen“ und machen einen Flug an den Himalayas entlang. Also sehen wir immerhin den Everest. Schade trotzdem um die Fahrt durch die Berge, wäre sicher klasse gewesen. Keine Yaks. Kein Lhasa 🙁 Aber der Dalai Lama ist eh nicht Zuhause.

Stattdessen fliegen wir am 24. wieder mal nach Bangkok (fühl mich schon heimisch auf diesem Flughafen!) und planen einen Anschlussflug nach China. Flüge innerhalb Chinas nach Lhasa und wieder in den Kommunismus zurück sind einfach zu kostspielig, dafür, dass der Lama uns sowieso nicht empfangen kann. Es bleibt also mehr Zeit zum entspannten Zugfahren in chinesischen Zügen. Aber das kommt später.

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Morgen geht’s um 4.30 Uhr los! Keine Ahnung wie ich ausm Bett komme um die Zeit. Denke, ich bleib einfach auf. Ich bin so entsetzlich müde und das, obwohl ich meistens bis 11 schlafen darf… hm. Sag noch mal einer, reisen wäre nicht anstrengend! Aber ja, um 5 fahren wir nach Nagarkot und haben angeblich einen ganz bezaubernden Blick auf die Peaks bei Sonnenaufgang. Ich hoffe, ich schlaf in dem Moment nicht ein! 😀 Und für übermorgen ist ein Flug zum Everest gebucht. Und jetzt kommt’s: mit YETI Airlines! Hihihihihi. Angeblich mit Geldzurückgarantie, falls es neblig oder diesig sein sollte.

Apropos neblig und diesig. Kathmandu befindet sich unter einer Dunstglocke seit wir hier angekommen sind. Alles grau, aber die Sonne glüht irgendwie trotzdem durch. Sieht eigenartig aus. Ich hoffe, der Trip morgen Früh bringt etwas frische Luft…

Von Maoisten und ähnlichem ist nichts zu sehen. Ein paar Soldaten stehen an den Straßenecken, mit Flinte um die Schulter, aber nicht weiter auffällig. Wir sitzen hier aber auch im Touriviertel. „Freak Street“ nennen sie diese Straße. In den 60ern von Hippies belagert, die seitdem nicht wieder nach Hause gefunden haben. So ziemlich jeder Zweite ist hier vollgedröhnt. Gestern im Sandwichladen… die Bedienung bestand aus 2 Typen, von denen einer das Sandwich mit hochkonzentrierter Behutsamkeit belegt hat und der andere wie im Trance vor sich hingesummt hat… waren beide dicht 😀 Sandwiches waren aber gut. Werde bei Gelegenheit mal die Stadt drumrum etwas unter die Lupe nehmen… Soweit die Meldung des Tages, ich berichte später wieder.

Namaste
Claudi 🙂

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