Löffelabgabeliste Nordnorwegen
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Löffelabgabeliste Nordnorwegen

Seit ich 2006 das erste Mal nach Norwegen flog, komme ich irgendwie immer mal wieder dort vorbei. Der Norden zieht mich, sei es wegen der Mitternachtssonne oder des Nordlichts. In den letzten Jahren durchquerte ich vor allem den Norden Norwegens mit Auto, Bus und der Bahn, tuckerte mit dem Postschiff die Küste auf und ab und natürlich überflog ich die Weiten der Finnmark und Nordlands. Ich habe einiges erlebt und vieles von und in Norge gesehen. Trolle sind mir tatsächlich nur selten über den Weg gelaufen. Im Schneesturm stand ich am beinahe nördlichsten Punkt, nicht viel weiter südlich stand ich im letzten Winter an einem Strand, um endlich das Polarlicht zu sehen und zu fotografieren. Meine Highlights waren die wenigen Tage, die ich bei den Samen verbringen durfte und natürlich meine Adelung zum Mitglied des Eisbärenclubs!

Meine Geschichten aus mehreren Trips nach Nordnorwegen habe ich auf dieser Karte verzeichnet, mit der ich Norwegen einmal mehr umarme, weil es mich sogar im Winter faszinieren konnte – das können wirklich wenige Länder! (Für den Süden muss ich noch ein paar Mal reisen ;))

Nordnorwegen Reiseskizze

Nordnorwegen Reiseskizze (c) Claudia Ottilie

Es gibt noch sooo vieles, das ich in Norwegen noch bereisen möchte. Und das Schlimme daran ist, dass man Norwegen eigentlich im Sommer und im Winter bereisen muss – an Mittsommer und in der Polarnacht 😉

Mehr von Norwegen und seinen Inseln

Schon 2006 wollte ich nach Spitzbergen. Und scheiterte knapp vorm Ziel. Seither habe ich es noch immer nicht geschafft, dieses Inselchen zu besuchen, auf dem man nur mit bewaffnetem Führer unterwegs sein darf. Zugegeben, kein gesunder Mensch wünscht sich eine Begegnung mit einem Eisbären, aber so aus sicherer Entfernung oder aus dem Fenster mal einen vorbeispazieren sehen, wäre schon was. Außerdem sollen sich die Walrösser am Strand suhlen und einen Blick in die Weltsamenbank oder das verfallene russische Barentsburg würde ich auch werfen wollen.

A in Lofoten

A in Lofoten

Weil wir schon bei Inseln sind: die Lofoten! Habe ich einst in einem September gesehen und damit weder im Nordlicht (gut, hätte in der Nacht aufstehen und Ausschau halten können) und auch nicht in Mittsommernachtssonne. Beides wäre sicher wunderbar, die vulkanische Insellandschaft sah ja schon im herbstlichen Nebel ganz toll aus. Einen Besuch der Vesteralen kann man ja ganz nahtlos anschließen. Dort wollte ich eh mal nach Andenes, um mit den Killerwalen auf Tuchfüllung zu gehen. Andererseits, es ist verdammt kalt da im arktischen Wasser. Vielleicht wird es auch nur eine Walsafari und kein Schnorchelausflug 😉

Mehr von der samischen Kultur und mehr Rentiere

Rund um den Samischen Nationalfeiertag im Februar gibt es in der Finnmark und Troms einige Festivitäten zu besuchen, einen samischen Markt habe ich, zum Beispeil noch nicht besucht und könnte bei der Gelegenheit vielleicht doch mal so ein paar Rentierstiefel kaufen, wie ich sie in Karasjok schon anprobiert hatte. Und ich muss ganz dringend zu diesem Rentierrennen in Tromsö! Wenn die Tiere durch die Stadt pesen, ist bestimmt Stimmung!

Eisige Übernachtungswünsche

Eingemummelt in einen dicken Daunenschlafsack und nur ein Rentierfell zwischen dem Eisblock unter mir und meinem Kokon. Atemluftwölkchen im -5 Grad kalten Eisgewölbe – so stell ich mir eine Nacht in einem Iglu der Eishotels vor, die es im Norden ja mehrfach gibt. Glitzernde Wände mit blauem Schimmer und kunstvoll geschnitztes Inventar aus Eis – die Bilder kennen wir ja alle. Vom Kronleuchter bis zum Wodkaglas wird in einem Eishotel alles aus gefrorenem Wasser geschnitten. Ich fand ja die Eisbar in Oslo schon toll und würde gern mal eine ganze Nacht im Kühlschrank testen. Ob nun im Sorrisniva Igloo Hotel bei Alta oder im Snowhotel von Kirkenes – was spielt das bei unter Null für eine Rolle?!

Eine Ice Bar gehört zu fast jedem Ice Hotel

Eine Ice Bar gehört zu fast jedem Ice Hotel

Die Sache mit dem Wandern in Norwegen

Ich wünscht‘, ich wär‘ ein Wandersmann… naja, zumindest wünsche ich mir manchmal die notwendige Motivation und Fitness, auf Berge zu klettern. Aber immer, wenn ich es versucht habe, ging irgendwas schief. Das Leben ist zu kurz, sich für Ziele zu überwinden, die hinterher einen Arzteinsatz erfordern und sonst nur lustige Geschichten fürs Lagerfeuer liefern. Kurze Wege mit wenig Steigung (also wenig Anstrengung) sind auch für mich ok. In Norwegen muss man ja wohl irgendwann von einem Felsvorsprung in den Lysefjord gucken. In meiner Schnecken-Kategorie kommt da nur der Preikestolen in Frage. Angeblich nur knappe vier Kilometer relativ anspruchsloser Weg. Der Kjeragbolten, dieser Felskeil zwischen zwei großen Klippen würde mich fotografisch zwar noch mehr reizen, aber diese vier Kilometer sollen schon etwas anspruchsvoller sein, und den Weg muss man ja auch wieder zurücklaufen! Ich bin anspruchslos, ich habe kein Problem damit, daher werde ich die Trolltunga wohl nie sehen, es sei denn, sie reaktivieren die Seilbahn wieder 😀

Nervenkitzel ohne große körperliche Anstrengung

Lieber fahren statt laufen – man muss ja mal zu seiner Faulheit und körperlichen Grenzen stehen! Norwegens Fjorde bieten ja alles, man kann sie hochkraxeln, mit den Schiff abfahren und warum auch nicht: mit dem Auto umfahren. Und damit man möglichst lange etwas davon hat, führen die Bergstraßen immer schön im Zickzack nach oben. Aussicht hat man so auch. Der Trollstigen soll einer der spektakulärsten Strecken sein, zumindest ist die Passstraße touristisch sehr stark frequentiert. Der Sognefjellvegen soll ebenfalls etliche Haarnadelkurven mit Seitenblicken auf Wasserfälle und Seen bieten. Nervenkitzel ist es allemal, die Straßen sollen sehr schmal sein.

Schafskopf

hab ich zwar in Island gesehen, sieht aber in Norwegen ähnlich aus

Schafskopf, möchte jemand?

Meinen bisher absurdesten Tipps für Norwegen verdanke ich dem Lonely Planet. 2006 lachte ich herzhaft über den Hinweis, dass und vor allem wie man in Hammerfest Mitglied im Eisbärenclub werden könne. In diesem Januar bin ich es geworden! Da ich es bis heute nicht in den Süden geschafft habe, konnte ich das Schafskopffestival noch nicht testen, aber ich habe das starke Gefühl, es könnte eine ähnliche kurze Erwähnung im LP mit großem Potential sein. Die Norweger essen hin und wieder geschmorten Schafskopf und in Voss machen sie einmal im Jahr ein Fest daraus. Ende September, ich muss das unbedingt mal sehen. Schafsköpfe faszinieren mich einfach, fragt nicht! Außerdem soll Voss so eine Art Extremsport-Stadt sein. Und das heißt: hier könnte ich mal Paragliden gehen, über die Fjorde gleiten und frische Luft schnappen. Und danach einen … nee, ich sag’s nicht 😀

Rauf auf die Gletscher?

Norwegen ohne Gletscher geht nicht. Vor dem Svartissengletscher stand ich bereits. Ich stand im Boot und guckte die tiefen Furchen hinauf, von denen der Kapitän sagte, dass man da ganz flugs hineinstürzen könne. Man solle besser nicht ohne Führer auf dem Gletscher herumklettern. Ich als Weichei werde vermutlich eh nicht Berge mit Spikes an den Schuhen erklimmen. Aber schön schaut das schon aus. So von unten betrachtet. Es soll aber auch relativ leicht zugängliche Gletscherzungen in Norwegen geben. Die Ausläufer des Jostedalsbreen könnten auch für mich eine kleine Gletscherwanderung bieten.

Was ist das mit den Trollen?

Achja und dann sieht man immer wieder diese Trolle auf Bildern von Norwegen-Urlaubern. Ich finde, das sollte ich mal recherchieren. Märchen und Sagen von Trollen, genauso wie ihre angeblichen Wohnorte und was sie dort so treiben. Ich betrachte das als Kulturgut, das erforscht werden muss!

Wenn ich die Liste da so betrachte, scheine ich für die kommenden 10 Jahre mit Norwegentrips versorgt zu sein 😀 Mal gucken, wann ich auch nur eins davon in Angriff nehmen kann, denn seit 2 Monaten lebt eine kleine schwarze Katze bei uns und macht nun wirklich keinen reisefähigen oder –lustigen Eindruck…

Gebt bloß nicht Bescheid, wenn ihr vor mir da wart! 😀
LG, Claudi

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