Wie ich auszog, in Tasmanien mein Wandertrauma zu besiegen
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Down To Devil

Wie ich auszog, in Tasmanien mein Wandertrauma zu besiegen


Was kann einen Karibik-Kurzurlaub übertreffen? Ich hoffe, ein Australien-Langurlaub! Und was macht man, wenn man gerade bei schönem Wetter nicht auf den Hügel gekommen ist? Man klettert 6 Tage durch die Wildnis, in anzunehmenderweise Regen- und/oder Schneegestöber. Wäre ja auch langweilig sonst. Es geht also zu den Teufeln, denen in Tasmanien. Und weil das so eine schöne Insel mit viel Natur und wenig sonstigem ist, wandert Frau O. mit ihrem Bergtrauma mal eben den Overland Track entlang!

Tasmanische Teufel in Brehms Tierleben

Tasmanische Teufel in Brehms Tierleben (Wikipedia)

Mal eben den Overland Track abwandern

Nach 10 Jahren wird’s mal Zeit, sich seiner Traumata zu stellen. Als Antreiber habe ich Kumpel Sascha auserkoren. Dürfte eine lustige Tour werden, man(n) hat schon angekündigt, sein eigenes Tempo zu laufen. An sich nicht schlimm, mir rennen ja die meisten Kerle davon… aber in dem Fall, kann ich mich maximal einen Tag zurückfallen lassen, denn in 7 Tagen müssen die 65 Kilometer Overland Track abgeackert sein, sonst verpass ich die Fähre und den Guide, der auf der anderen Seite des Lake St. Claire auf uns wartet.

Große Erwartungen

Sollte ich den Track überleben (am 22. geht es los), hoffe ich von Südlichtern, schreienden Teufeln und wenig Schlangen berichten zu können. Solltet ihr am 29. immer noch nichts von mir gehört haben, informiert die Suchtrupps, dann bin ich am 71928. Baum falsch abgebogen. Ich gebe zu, ein bisschen unsicher zu sein, was diesen Track in Tasmanien angeht. Habe vor kurzem eine interessante Diskussion zum Everest-Klettern verfolgt, wo sich die Leute fragen, warum man sich solchen Herausforderungen überhaupt stellt. Ok, Everest und Overland sind ein bisschen Äpfel mit Birnen verglichen, aber die Frage bleibt, warum man sich Sachen antut, für die man irgendwie nicht so richtig gemacht ist. Erwartet jetzt bloß keine sinnvolle Antwort! Ich rede mir selbst ein, dass man da ganz tolle Fotos machen kann… So und mehr zum Programm verrate ich erst einmal nicht. Dürfte aber noch einiges danach kommen.

Große Vorbereitungen

Zunächst gilt es, die deutsche Bahn und den Flug bis „under down under“ zu überstehen. Der Rucksack (Achtung, liebe Freunde, die ihr solche Gepäckstücke selbst nicht besitzt, ab jetzt bitte wieder das Wort „Kraxe“ verinnerlichen!) ist bereits gepackt für die große Tasmanien-Reise. Ähnliche Ausmaße wie zu RTW-Zeiten, auch wenn ich das Ding nicht gewogen habe. Ist jedenfalls randvoll mit Regenjacke, Regenhose, Wanderschuhen, Badeanzug, Taucherbrille, Kaffeepulver, Tütensuppen (ok, das war ein Scherz für Sascha ;)) und Iberogast (müsst ihr googlen, ich verrat’s nicht). Habe das Kamera-Set um einen Akku erweitert – wäre die reinste Tragik, wenn mir mitten im Busch die Energie für die Fotos ausgehen würde! Dann ist die Laune nämlich auch dahin. Strom ist nicht zu erwarten. Mit Glück gibt es wenigstens alle 15 km eine Hütte zum Übernachten – sonst heißt es Zelten im tasmanischen Herbst – eine Herausforderung, die man nicht unbedingt suchen sollte. Meine Begleitung hat eigens für dieses „Erlebnis“ Töpfe und Pfannen gekauft – ob wir uns nun damit verkloppen oder Essen kochen, wird sich zeigen 😀

Dann macht euch mal einen schönen Frühling
Melde mich wieder in 10 Tagen!
Claudi 🙂

Ich reise auf Einladung von Tourism Tasmania und Qantas Airlines

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