Warum die anstrengende Anreise nach Ko Lanta doch lohnt
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The Lazy Song

Warum die anstrengende Anreise nach Ko Lanta doch lohnt

„Heute will ich mal gar nichts machen“ singt Bruno Mars, und obwohl ich ihn nicht sonderlich toll finde, der Song passt dennoch! Außerdem dudelte das Video an unserem einzigen Abzocke-Abend im Restaurant. Im Prinzip haben wir die letzten Tage auf Ko Lanta im absoluten Faulheitsstadium zugebracht. Leider stellt sich dieser Zustand immer erst so nach 10 Tagen ein…

Der lange Weg von Khao Lak nach Ko Lanta

Eher unentspannt ging es allerdings zunächst per Minibus von Khao Lak nach Ko Lanta. Ich erwähne es, damit ihr wisst, was ihr lieber nicht nachmacht! Zunächst muss man wissen: um auf die Insel Ko Lanta zu kommen, muss man mit einer Fähre übersetzen. Die gibt es in 2 verschiedenen Ausführungen: für Autos mit Menschen drinnen oder nur für Menschen. Der Unterschied ist die Zeit. Erste Variante dauert 30 Min (und passiert zweimal die Wasser), die zweiter Version dauert 2 Stunden und findet in beengten Verhältnissen statt – Flugzeug ist nix dagegen! All das wussten wir vorher nur ungefähr. Jedenfalls wollten wir das Menschenboot umgehen und wünschten beim Ticketaussteller den Minibus mit Fähre.

Wir bekamen das Ticket für Minibus und Boot. Dauert angeblich 3 Stunden bis Ko Lanta. Wir bleiben skeptisch, krabbeln in einen vollgestopften Van, gesteuert von einem schimpfenden und spukenden kleinen Mann. Die 101 Kilometer bis Krabi sind relativ schnell in 2 Stunden abgerissen. Der Mann fährt wie ein Henker, aber das ist normal in Thailand – Augen zuhalten hilft. In Krabi erwartet man, am Pier abgesetzt zu werden. Doch der Bus hält in der Pampa, weit und breit kein Wasser zu sehen, nur eie offene Halle, in der bereits ein kleines Komitee mit Klippmappen und Schmierzetteln anrückt. Die Tickets werden begutachtet und jeder bekommt einen Sticker. Auf unseren Stickern steht „Lanta (b)“ – wir sind Boatpeople.

Warten auf die Fähre in Krabi

Fährüberfahrt ab Krabi

Und dann sollen wir warten, eine ganze Stunden lang, bis es weiter geht zur Fähre. In dieser Stunde treffen noch 6 weitere Busse ein, manchmal fahren auch einige mit Passagieren weg. Die setzen wohl auf andere Inseln über. Wir jedenfalls werden irgendwann mit dänischen und polnischen Groß/Kleinkindfamilien zum Pier gekutscht und dürfen rennen, um eine völlig überladene Fähre mit Menschen auf allem Sitzbaren vorzufinden und in den Bauch des Massentransports gescheucht. Kein Seegang, aber irgendwie hungrig und stickig und in enge Sitzreihen gefercht, macht das keine zwei Stunden lang Spaß. Unser Trip nach Lanta hat letztlich 6 Stunden gedauert! Der Rückweg (dann nur bis Flughafen in Krabi) ging per Autofähre rasend schnell!

Fähre von Krabi nach Ko Lanta

Unterm rosa Moskito-Netz…

Aber im Pearl Beach wird alles wieder gut. Unterm rosa Moskitozelt, im Banbusbungalow und bei allabendlichen Cocktails und den besten Currys, die ich je hatte, kann man echt Urlaub machen. Bisschen Strand und Lesen (Sammy Hagars „Red“ kommt an Ozzys Biographie nicht ran!) und mehr braucht man gar nicht.

Ko Lanta-Inselleben unterm Moskitonetz

Ko Lanta ist noch nicht so bekannt wie Samui, Samet oder Phuket. Dennoch findet man auch hier eine ewig lange Straße entlang der Küste, von der unzählige Resorts abzweigen. Klamotten-, Obst- und Souvenirstände füllen die Lücken am Straßenrand zwischen den Restaurants und Garküchen auf. Die Bevölkerung ist muslimisch. Unser Pearl Beach wird von Frauen in Kopftuch geführt – die ersten Thais, die ordentliches Englisch sprechen und verstehen, die nicht aufdringlich sind, aber freundlich und höflich. Sehr angenehm!

Cocktails trinken

Elefantenausritt auf Ko Lanta

Wie lang Ko Lanta und seine Resorts sich ziehen, fanden wir bei dem einzigen Ausflug heraus, zu dem wir uns hier aufraffen ließen. Man holpert fast 30 Minuten die Straße lang, um bis zum Elefantenpark im Süden der Insel zu gelangen. Angeblich Öko, aber Eco schreibt sich heute jeder aufs Auto oder Plakat… Wir sind trotzdem Elefanten geritten! Die sind soooo hoch!!!! Spaßige Angelegenheit, wenn auch recht kurz. Füttern durfte man noch (mit Ananas) und dann wurden die Menschen wieder von den Tieren weggefahren. Ich bin froh, dass wir keines der Programme nehmen mussten, in denen man wohl auch noch artistische Baby-Elefanten geboten bekommt. War ein schöner Abschluss, dieser Ausritt auf Pem, der genauso alt ist wie ich 🙂

Ko Lanta Elefantenreiten

Und damit verlassen wir diesen relaxten Flecken Erde, die rote Untergangssonne, Geckos, Kröten und Zikaden wieder. Der nächste Trip wartet schon auf Vorbereitung!

Sawasdee
Claudi

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