Der wilden Westen Australiens – Vorbereitungen
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Western Waves

Der wilden Westen Australiens – Vorbereitungen

Orangener Wüstenstaub, vorbeirollendes Tumbleweed und eine lange Straße durch die Weite – das ist der wilde Westen, wo mal eine Echse über den Weg huscht und man unbedingt an jeder in Sicht kommenden Tankstelle auftanken sollte. Und dann sitzt du am Strand und ein Känguru setzt sich zu dir und schnorrt dich um eine Schnapspraline an. Moment! Strand? Känguru? Schnapspralinen? Der wilde Westen hat Strand, ohja, zumindest der in Australien 😀 Und da sitzen auch Kängurus und gucken Sonnenauf- und -untergänge an. Das mit den Schnapspralinen … naja, wir werden es rausfinden.

Urlaub bei den Quokkas

Ein Urlaub ist längst überfällig, die Katze ist ja nun auch groß genug und hat eine Sitterin, also raus in die Ferne! Claudi reist mit Freund, damit ihr vom „wir“ nicht irritiert seid.

Der Plan ist, ganz viele Selfies mit Quokkas (Video!) zu machen. Ist mir egal, wie lächerlich das ist, das ist der Grund überhaupt, die Westküste Australiens entlang zu kurven und nach Rottnest Island zu schippern. Dort leben die Mini-Beuteltiere, bis auf ganz wenige Verwandte auf dem Festland, und sind wohl auch sehr zutraulich. Die Insel vor den Toren von Perth hat nur ein Hotel, ein Hostel und einen Campingplatz, entsprechend mussten wir vorbuchen. Das Gepäck für die Fähre (Rottnest Express) muss eingecheckt werden. Zum E-Ticket gibt es Gepäckanhänger, die mir sogar nach Deutschland geschickt wurden! 😀

Most Wanted Tiere Australiens

Safari in Westaustralien, warum nicht?!

Und weil es in Australien ja so viele niedliche Viecher gibt, stellen wir den Trip unter Safari-Motto. Meine most wanted habe ich schon mal vorskizziert. Während mir bereits Wallabies, Wombats und Kängurus in Tasmanien unterkamen, habe ich einen Echidna (Schnabeligel) oder Bilby noch nie in der freien Wildbahn gesehen. Ob wir einen wilden Koala sehen, bezweifle ich, aber es gibt ja immer Wildlife Parks 😉

Rote Riesenkängurus oder ein Dornteufel könnten uns auf den endlosen Straßen am Rande des Outbacks schon begegnen. Außerdem sollen sich am Strand der Lucky Bay die Kängurus im Sand aalen! Genauso wie Seelöwen, die in der Gegend anzutreffen sein sollen.

Im Norden, am Monkey Mia wollen wir Delfine füttern, nach Dugongs suchen und am Strand die herumspazierenden Emus verfolgen. Auf Krokodile kann ich eigentlich verzichten, reizen mich nicht. Irgendwo könnten wir noch einmal auf die kleinen Blauen Pinguine stoßen, die wir schon aus Neuseeland kennen. Pinguine kann ich ja auch immer gucken.

Roadtrip-Safari von Bay zu Bay

Wie viel australische Westküste passt in drei Wochen? Nicht viel! (Westaustralien hat eine Küstenlinie von 20781 Kilometern, und da ist man noch nicht ins Zentrum abgebogen.)
Ich musste die Route um das einzig verfügbare Hotelzimmer auf Rottnest Island herumplanen. Und das liegt zeitlich gesehen mitten drin. Wir fahren also keine große Runde nach oben und wieder runter via Lucky Bay, was eigentlich schon Südaustralien ist. Wir fahren von Perth aus zweimal los und kommen zweimal dort an. Verwirrt? Ja, ich auch.

Wir werden von Perth zunächst nach Norden tuckern, Kalksteinstümpfe bestaunen, dem Fürsten von Hutt River einen Besuch abstatten, und in Coral Bay dann spätestens schnorcheln gehen. Weiter nördlich geht es nicht, denn wir müssen bis 16.10. wieder in Perth sein um nach Rottnest Island überzusetzen. Nach dem Besuch bei den Quokkas geht es in den Südwestzipfel des Kontinents: Margeret River, Giganten-Wälder, Blumenfelder und ein Stückchen nach Osten bis zur Lucky Bay. Auf dem Weg zurück nach Perth wollen wir noch the Wave in Hyden bestaunen – ich habe 9 Std. Fahrt für diesen Tag eingeplant – maaaal gucken, wie das läuft.

Roadmap

Wilde Blumenteppiche

Ich wollte eigentlich immer zur Wildblumenblüte nach Südafrika. Aber da ist das Zeitfenster eher knapp bemessen. In Australien blühen im Frühjahr die Wildblumen mindestens genauso schön und flächendeckend. Da der Kontinent so riesig ist, verläuft die Blumenblüte über mehrere Monate (und Vegetationszonen) vom tropischen Norden im Juli startend bis in den gemäßigten Süden im November endend. Im Netz schwärmen die Aussies bereits von einem idealen Wildblumenjahr.

Wusstet ihr, dass die australische Nationalblume eine Känguru-Pfote ist? Die Blumen sehen aus wie die Pfötchen der berühmten Nationaltiere und sind grün! Westaustralien hat mehr als doppelt so viele Blütenpflanzen wie ganz Deutschland. Ich werde in Wildblumen baden! Und es wird sich bestimmt was Hübsches zum Malen und Fotografieren finden 😉 Ick freu mir!

Fahrt ihr auch zum Uluru?

Das Outback und das rote Zentrum können wir in dieser kurzen Zeit nicht mitnehmen, aber man kann ja durchaus mehr als dreimal nach Australien reisen 😀 Auch für Whale watching und swimming wird dann schon wieder die Saison um sein. Also wieder nix mit Walhaien, aber dafür sind Mantas eigentlich immer da. Es bleibt immer was fürs nächste Mal 😉 Dieses Mal ist es Safari durch die Wildblumen und zu den glücklichsten Tieren der Welt. Let’s have a quokka of a time!

Internationaler Führerschein

Für den Roadtrip hab ich mal wieder einen internationalen Führerschein beschafft. Kostet ja nur 15 Euro, ist aber auch nur 3 Jahre gültig. Dafür, dass das Ding eine internationale, also viersprachige Beschriftung der Felder Name, Adresse und Fahrzeugklassen beinhaltet, füllt das Amt grundsätzlich die französische Seite aus, klebt dort das Foto ein (das nicht älter als 6 Monate sein darf) und macht – Achtung jetzt kommt’s – deutschsprachige lustige Stempel in den grauen Lappen, den übrigens jeder kopieren kann, der einen Kopierer bedienen kann. Das ganze Werk ist ohne richtigen Führerschein nicht gültig, ein bisschen beruhigt mich das ja schon. Aber Australien will den internationalen Führerschein angeblich sehen (vermutlich um zu lachen). Steht sogar als prominenter Hinweis beim Autovermittler meiner Wahl in den Reservierungsunterlagen. Eine tatsächliche englische Übersetzung des Führerscheins ist übrigens was anderes als ein internationaler Führerschein. Kostet auch mehr und dauert vermutlich noch länger in der Beantragung und Ausstellung. Ich erzähl euch jetzt lieber nichts über Wartezeiten in Berliner Bürgerämtern… So, Ende des Service-Absatzes 😉

Bevor ihr fragt: wir fahren Mietwagen, nicht Camper. Wir campen auch sonst nicht. Wir schlafen in B&Bs, Hotels und Roadhouses – da wo das Tumbleweed vorbeirollert, nicht 😉

Wenn ihr uns folgen möchtet, kommt auf Facebook oder Twitter, es wird immer mal Updates und neidisch-mach-Fotos geben 😉

In diesem Sinne, habt einen schönen Herbst und bis bald aus dem Frühling!
Claudi

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